Mit dem zweiten Dienstabend des Jahres stand bei uns ein besonders wichtiges Thema auf dem Plan: Erste Hilfe. Unter der Leitung von Johannes wurde der Abend praxisnah, intensiv und bewusst realitätsnah gestaltet – mit dem Ziel, Handlungssicherheit auch unter Stress zu trainieren.
Im ersten Abschnitt wurde eine Staffel aus dem Schulungsraum gebeten – ohne weitere Informationen. Kurz darauf fanden sich die Kameradinnen und Kameraden in einer vorbereiteten Lage mit mehreren „Verletzten“ wieder, die es zu versorgen galt.
Um die Situation möglichst realistisch zu gestalten, lief im Hintergrund laute Musik, die für zusätzlichen Stress sorgte. Zudem spielte eine Kameradin eine aufgebrachte Angehörige, die die Maßnahmen störte und immer wieder das Gespräch suchte.
Diese bewusst eingebauten äußeren Einflüsse machten schnell deutlich, wie sehr Lärm, emotionale Beteiligte und Zeitdruck unsere Konzentration beeinflussen können. Gleichzeitig zeigte sich, wie wichtig klare Kommunikation, strukturierte Abläufe und ein ruhiges Auftreten sind, um auch in unübersichtlichen Situationen handlungsfähig zu bleiben.
Im zweiten Teil des Dienstes widmeten wir uns intensiv der Herzdruckmassage. An modernen Übungspuppen konnten alle Teilnehmenden die korrekte Technik trainieren.
Über eine Grafik, die per Beamer übertragen wurde, erhielten wir in Echtzeit Rückmeldung zur Qualität der durchgeführten Kompressionen. Diese direkte visuelle Kontrolle machte deutlich, wie anspruchsvoll eine effektive Reanimation ist und wie wichtig regelmäßiges Training bleibt.
So konnte jeder für sich die eigene Technik überprüfen und gezielt verbessern.
Zum Abschluss übten wir das fachgerechte Anlegen eines Druckverbandes. Gerade bei stark blutenden Verletzungen zählt jede Sekunde – daher ist ein sicherer und routinierter Umgang mit Verbandmaterial entscheidend.
In praktischen Übungen wurde das Anlegen Schritt für Schritt trainiert, bis jeder Handgriff saß.
Der Dienstabend zeigte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßige und realitätsnahe Ausbildung ist. Erste Hilfe bedeutet mehr als nur Theorie – sie erfordert Ruhe, Teamarbeit und sicheres Handeln auch unter erschwerten Bedingungen.
Ein herzlicher Dank gilt Johannes für die intensive Vorbereitung und die praxisnahe Durchführung dieses lehrreichen Abends.
Gemeinsam sorgen wir dafür, im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.







