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Acht neue Einsatzkräfte für Kirchhorst-Stelle! 1024 768 Stelle

Acht neue Einsatzkräfte für Kirchhorst-Stelle!

In diesem Jahr wird unsere Einsatzabteilung bereits deutlich vor Weihnachten reichlich beschenkt: Am 22.08. begannen acht neue Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren Kirchhorst und Stelle ihre feuerwehrtechnische Grundausbildung in der Gemeindefeuerwehr Isernhagen. Gemeinsam mit weiteren 20 Einsatzkräften aus den anderen Isernhägener Ortsfeuerwehren werden sie bis zum 23.09. von Gemeindeausbildungsleiter Andre und seinem Team fit gemacht für den feuerwehrtechnischen Einsatzdienst. Die Steller Ortsbrandmeisterin Sandra und Arne, ihr Kollege aus Kirchhorst, sind begeistert: „Acht neue Kräfte für unsere gemeinsame Einsatzabteilung auf einen Streich, sowas haben wir in den vergangenen Jahren nicht gehabt. Das ist großartig!“. Die „Neuen“, die zum Teil bereits seit mehreren Monaten in der Einsatzabteilung Dienst tun, sind bunt gemischt: Zwei Frauen, sechs Männer, drei ehemalige Jugendfeuerwehrleute, fünf Quereinsteiger. Alle sind im Alter zwischen 16 und 48 Jahren, Schüler, Azubis, Angestellte und Selbstständige, eine bunt gemischte, motivierte junge Truppe. Und das beste: Sie brennen alle auf Feuerwehr und haben richtig Lust, bei uns einzusteigen.
Liebe Jessica, Marlina, Cedric, Philipp, Tobias, Jonas, Christian und Jens: Herzlich willkommen bei uns. Wir freuen uns und sind stolz darauf, dass Ihr Euch entschieden habt, bei der Feuerwehr Kirchhorst-Stelle mitzumachen!

ABC-Dekontamination Dienst 768 1024 Stelle

ABC-Dekontamination Dienst

Alle Feuerwehren retten, löschen, schützen und bergen. Aber im Rahmen der Gemeindefeuerwehr erfüllt jede Ortsfeuerwehr auch noch eine Sonderaufgabe, die die anderen Ortsfeuerwehren nicht abbilden können. So besetzen z.B. die Kameraden der Feuerwehr Isernhagen FB den Gerätewagen Tierrettung. Die Feuerwehr Stelle ist auf Gemeindeebene für die Einrichtung eines Dekontaminationsplatzes zuständig. Im Falle eines ABC-Einsatzes werden dort die CSA-Träger (Chemie Schutz Anzug-Träger) nach einem erfolgten Einsatz gesäubert und gereinigt. Außerdem müssen wir im Rahmen dieser Aufgabe sicherstellen, dass keine giftigen Stoffe mit den Reinigungsflüssigkeiten in die Umwelt gelangen.Die Einrichtung eines Dekontaminationsplatzes ist für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Kirchhorst noch komplettes Neuland. Da wir aber nach der Feuerwehrfusion im Januar 2024 auch diese Aufgabe alle gemeinsam angehen, haben sich die Feuerwehrmänner und -frauen aus Kirchhorst und Stelle unter der Leitung der Steller Gruppenführer Timo und Sönke am vergangenen Übungsabend dem Aufbau eines Dekontaminationsplatzes gewidmet. Unterstützt wurden wir von den Kameraden der Feuerwehr Isernhagen KB, deren Schnelleinsatzzelt bei widrigen Wetterbedingungen hinter der Dekon-Strecke aufgebaut werden kann. Dort steht den gesäuberten Einsatzkräften ein geheizter und trockener Erholungsraum zur Verfügung. Denn wenn schon die Arbeit unter Atemschutz anstrengend und kräfteraubend ist, gilt dies für eine Tätigkeit im Chemikalienschutzanzug umso mehr. Alleine das Anziehen des CSA gestaltet sich für den Atemschutzgeräteträger so kompliziert, dass er dabei die Unterstützung einer weiteren Einsatzkraft benötigt. Unsere Atemschutzgeräteträger haben den Übungsdienst genutzt, um sich mit dem Prozedere vertraut zu machen.Und nach seinem Einsatz muss der CSA-Träger zunächst dekontaminiert werden, bevor er sich -natürlich wieder mit Unterstützung- seiner Schutzkleidung entledigen kann. So ist der Betrieb des Dekontaminationsplatzes in Einsatzfall extrem personalaufwendig: Ein Trupp aus zwei Feuerwehrleuten übernimmt die Grobreinigung, ein weiterer Trupp ist für die Reinigung mit Wasser und Bürste in der „Duschkabine“ zuständig und der dritte Trupp unterstützt den gereinigten CSA-Träger beim Auskleiden. Natürlich muss auch dieses Unterstützungspersonal entsprechend „verpackt“ und damit geschützt werden. Atmungsaktiv sind die hierfür verwendeten orangen Plastikoveralls, die mittels Klebetape mit den Handschuhen und Gummistiefeln verbunden und luftdicht von der Umgebung abgetrennt werden, natürlich auch nicht. Dekon ist ein schweißtreibendes Geschäft!

Zisterne und Brunnen getestet 1024 771 Kirchhorst

Zisterne und Brunnen getestet

Bei der Feuerwehr ist Wasser das Hauptlöschmittel, was je nach Einsatzlage auch mal in größeren Mengen benötigt wird. Auch wenn wir oft mit dem Wasser vom Fahrzeug oder den Unterflurhydranten auskommen, reicht es bei Großbränden nicht aus, denn unser Trinkwasser ist nun mal in erster Linie ein Lebensmittel (und zu schade, um es in großen Mengen in’s Feuer zu kippen).

Daher haben wir im Ort alternative Löschwasserspender: außer dem Kirchhorster See und einigen Löschwasserteichen gibt es im Ort eine Vielzahl von Bohrbrunnen (aus alten Tagen) sowie mindestens einen unterirdischen Löschwasserbehälter, meist kurz als „Zisterne“ bezeichnet. Einen Brunnen und eine Zisterne haben wir uns heute Abend angesehen (und getestet).

Wegen der Ferienzeit war es nur eine kleinere Truppe, die unter Führung von Sven und Peter in der Straße Kollberg das Ansaugen aus der Zisterne ausprobiert haben. Die Tragkraftspritze wurde mit dem Ausgangsrohr des Löschwasserbehälters verbunden, von Jörn gestartet und betreut, aber Wasser kam kein’s. Wie sich später herausstellte, war das kein Wunder. Nächster Plan.

Auf der gleichen Grünfläche befindet sich auch noch ein Bohrbrunnen mit einem weiteren Ausgangsrohr. Die TS wurde also wieder von 4 starken Männern und Frauen umgestellt, angeschlossen und erneut angeworfen. Diesesmal ist beim Druck von -0.7 bar eine etwas holprige Förderung geglückt und wir konnten einige Minuten den Brunnen spülen. Vielleicht wäre die Leistung mit der Zeit noch besser geworden, da Brunnen auch mal benutzt werden müssen, sonst lassen sie nach. Aber aktuell ist der Grundwasserspiegel wegen der langen Trockenheit ohnehin sehr weit abgefallen, da verwundert die schlechte Leistung nicht.

Zwischenzeitlich hatten Michael, Jens, Thomas und ein paar weitere Interessierte den Zisternendeckel geöffnet, gesichert und überprüft, ob tatsächlich auch Wasser drin war. Bestens, das Ding war fast randvoll, daran kann der Fehlschlag also nicht gelegen haben. Mit einem Maßband wurde eine Füllhöhe von 3,95 m ausgespindelt.

Um die Ursache des ersten Problems zu finden, haben wir dann über ein Zwischenstück den Pumpenausgang mit dem Brunnenwasser in den Zisternenausgang hineingedrückt und erwartet, daß in der Zisterne das Wasser einströmt. Aber stattdessen kam das Wasser größtenteils durch eine Undichtigkeit im Zuleitungsrohr heraus und verteilte sich in die kleine Grünanlage. Das war also die Ursache: Statt Wasser anzusaugen wurde nur Luft über die defekte Abdichtung hereingeholt.

Unser Plan C, um an Löschwasser zu gelangen, war nun etwas mühsamer, aber quasi unfehlbar: Wir kuppelten ein paar mehr Saugschläuche zusammen, einen Saugkorb mit Leinen drauf und platsch ‚rein damit in die Zisternenöffnung. Kuppeln und Beleinen war auch gleich eine schöne Wiederholung für alle jüngeren Kameraden. So hatte die Pumpe nun endlich leichtes Spiel und konnte mit voller Leistung fördern, das Wasser wurde über ein paar Schläuche auf eine gegenüberliegende Wiese abgegeben.

Vor dem Beginn der Übung hatte Peter noch die Aufgabe gestellt, zu ermitteln, wieviel Kubikmeter Wasser in der vollen Zisterne enthalten sind (leider steht das nirgendwo dran). So wurde gerätselt und diskutiert, wie man das mit unseren Tools ermitteln könnte. Am Ende reifte ein Vorschlag heran, der auch gleich ausprobiert wurde: Die Füllhöhe am Beginn einer neuen Messung wurde mit der am Ende der Messung verglichen. Während der Messung lief unsere Pumpe für ein paar Minuten bei konstantem Druck und gab durch ein Strahlrohr eine konstante Wassermenge pro Minute ab, woraus wir über eine Tabelle das Volumen des abgenommenen Wassers ermittelt haben. Nur war’s nur noch ein Dreisatz, und heraus kam 151 Kubikmeter Volumen der Zisterne.

Nach dem Rückbau mußten dann wie üblich noch ein paar Einsatzmittel gesäubert und betankt werden, bis wir am Schluss den Ü-Dienst gemütlich auf der Terasse am Feuerwehrhaus abschließen konnten.

Fahnentreffen in Altwarmbüchen 1024 768 Kirchhorst

Fahnentreffen in Altwarmbüchen

Am vergangenen Wochenende feierte die Ortsfeuerwehr Altwarmbüchen ihren 125. Geburtstag mit einem großen Tag der offenen Tür. Zu dieser beeindruckenden Veranstaltung waren auch Abordnungen der anderen sieben Isernhägener Ortsfeuerwehren mit ihren Fahnen eingeladen. Altwarmbüchens Ortsbrandmeister Björn van Veen machte den erschienenen Feuerwehrleuten ein Fahnenband zur Erinnerung an dieses Jubiläum zum Geschenk. Bei seiner kurzen Ansprache betonte Björn, dass mit den Jahren des Bestehens auch die Ansprüche und die Erwartungen an die Feuerwehr immer weiter gewachsen sind. Waren es früher Scheunen- oder Wohnhausbrände, die die ehrenamtlichen Feuerwehrleute auf den Plan riefen, so wird die Feuerwehr mittlerweile immer stärker zum Umweltschutz und zur technischen Hilfeleistung gerufen. Keine Ortsfeuerwehr kann diese Herausforderungen mehr alleine erfolgreich bewältigen. Es bedarf -mehr denn je- einer intensiv gepflegten Partnerschaft in Übung und Einsatz.

Als Symbol dieser Partnerschaft der Isernhägener Feuerwehren überreichten Altwarmbüchner Jugendfeuerwehrleute für jede angetretene Fahne ein Fahnenband zur allzeitigen Erinnerung an das 125. Jubiläum. Die Kameradinnen und Kameraden der Ortsfeuerwehren Kirchhorst und Stelle bedanken sich herzlich bei ihren Altwarmbüchner Kameraden für die immer vorhandene gegenseitige Unterstützung und das symbolhafte Geschenk. Auf die nächsten 125 Jahre!

Waldbrand lässt grüßen! 1024 772 Stelle

Waldbrand lässt grüßen!

Die sommerliche Trockenheit hat in den vergangenen Wochen auch Isernhagen erreicht. Klar, dass sich die Feuerwehren Kirchhorst und Stelle darauf auch vorbereiten. So haben wir unsere Tragkraftspritzen, die für die Wasserförderung über weite Wegstrecken wichtige Unterstützer sind, wieder auf unsere Fahrzeuge verlastet. Außerhalb des Sommers nehmen wir sie von den Löschgruppenfahrzeugen herunter, um den Platz für anderes Equipment nutzen zu können.

Außerdem haben wir uns im vergangenen Übungsdienst mit der Wasserförderung über lange Wegstrecke sowie einer (angedeuteten) Waldbrandbekämpfung beschäftigt. Da zum Übungsdienst erfreulicherweise wieder deutlich mehr als 20 Kameradinnen und Kameraden erschienen waren, teilten die Gruppenführer Lars, Sven und Timo die Einsatzkräfte in zwei Gruppen auf. Gruppe 1 übte zunächst die Wasserentnahme und Waldbrandbekämpfung am SSV-Sportplatz. Gruppe 2 baute am Kirchhorster Feuerwehrhaus den Wasserwerfer sowie einen „Behelfs-“ Wasserwerfer auf und übte verschiedene Strahlrohrtechniken. Nach ungefähr einer Stunde wechselten die beiden Gruppen die Stationen. Natürlich haben wir die Wasserabgabe bei unseren Übungen auf das nötigste beschränkt.

Auch aus einem weiteren Grund war der letzte Übungsdienst ein besonders erfolgreicher: Mit Jonas und Christian begrüßen wir zwei weitere Kirchhorster Bürger, die bislang nichts mit der Feuerwehr zu tun hatten, in unseren Reihen. Herzlich willkommen, wir freuen uns sehr darüber, dass Ihr uns ab sofort verstärkt! Gemeinsam mit sechs weiteren Kameradinnen und Kameraden aus Stelle und Kirchhorst werden Christian und Jonas ab Mitte August bis Mitte September von der Gemeindefeuerwehr Isernhagen zu „echten“ Feuerwehrleuten ausgebildet. In diesem Jahr freuen wir uns also darüber, dass sowohl unsere Jugendfeuerwehr vier junge Kameradinnen und Kameraden an die Einsatzabteilung übergibt, als auch dass vier Kirchhorster Quereinsteiger, Männer und Frauen, unsere Feuerwehr nachhaltig bereichern.

Natürlich haben wir trotzdem noch Platz und freie Spinde in unserem Umkleidebereich. Wer jetzt Lust verspürt, auch bei uns mitzumachen, oder einfach nur mal reinzuschnuppern, kommt jeden zweiten Dienstag um 19 Uhr zum Übungsdienst vorbei. Der Dienstplan ist auf der Homepage veröffentlicht.

Einsatzübung in Neuwarmbüchen 768 1024 Stelle

Einsatzübung in Neuwarmbüchen

Was die Gruppenführer heute geplant hatten, stand nicht auf dem Dienstplan – vielleicht hat es gerade deshalb so viel Spaß gemacht!

Auf dem Dienstplan stand für vergangenen Dienstag „taktische Ventilation und Wärmebildkamera“, beides haben wir tatsächlich genutzt und probiert. Aber halt nicht wie gedacht im Rahmen eines Übungsdienstes an einem unserer beiden Feuerwehrhäuser… Kurz nach der Einteilung der Fahrzeuge, 25 teilnehmende Aktive mussten auf die beiden Löschgruppenfahrzeuge und die Mannschaftstransportfahrzeuge verteilt werden, kam die Alarmierung über die Divera-App: „Kellerbrand mit vermisster Person – Am Heisterholz Neuwarmbüchen“. Damit setzten sich die Fahrzeuge in Bewegung. In Neuwarmbüchen angekommen, erwartete uns vor einem Einfamilienhaus, aus dem bereits dichter Rauch auf die Straße drang, ein aufgelöster Familienvater: Er sei gerade nach Hause gekommen und fand sein Haus völlig verraucht vor. Seine Frau mit den beiden Kindern konnte er nicht erreichen!

Sofort gab es die Einsatzbefehle für die ersten beiden Angriffstrupps, die vom Steller LF 10 aus eingesetzt wurden. Mit der Wärmebildkamera und Wasser am Strahlrohr sollten die beiden Trupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Objekt vorgehen. Ein Trupp suchte zunächst das Erdgeschoss ab, während sich der andere Trupp sofort in den Keller begab. Besonders im Keller waren die Bedingungen für die eingesetzten Einsatzkräfte fordernd: Unbekanntes Objekt, keine Sicht durch die vollständige Verrauchung, Hilfeschreie der „Vermissten“ (kamen von einem Abspielgerät), hohe körperliche Belastung durch das Atemschutzgerät. Zusätzlich mussten die Kameraden zur Brandbekämpfung und zum Eigenschutz auch noch die schwere Schlauchleitung hinter sich herziehen. Eine echter Knochenjob, den aber alle eingesetzten 4 Atemschutztrupps gut gelöst bekamen.

Während die Atemschutztrupps im Objekt nach den vermissten Menschen suchten, arbeiteten die Gruppenführer mit den verbliebenen Trupps die Situation auf der Straße ab. Für die erwarteten verletzten Personen wurde eine Verletztensammelstelle in einer Auffahrt eingerichtet. Die Straße wurde zur Sicherheit vollständig gesperrt und zur Gewährleistung der Wasserversorgung zwei Transportleitungen zu Hydranten verlegt. Obwohl wir 25 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle hatten, gab es Momente, in denen die Gruppenführer mehr Aufgaben abarbeiten mussten, als dafür Helfer zur Verfügung standen. Aber auch der Umgang mit solchen Situationen ist ein wichtiger Inhalt für die Übungsdienste. Denn im Einsatzfall kann es ähnlich sein.

Die vermissten Übungsdummys wurden von den Atemschutztrupps gefunden und konnten an die Verletztensammelstelle übergeben werden. Die von dort folgende Information, dass eines der geretteten Kinder seine beiden Freunde vermisst, sorgte noch einmal für Hektik bei den Gruppenführern Reinhard und Arne. Die noch einsatzbereiten Atemschutztrupps gingen erneut in das Objekt vor und konnten auch diese beiden „Vermissten“ nach kurzer Zeit erfolgreich aus dem Gefahrenbereich herausholen. Damit war das Einsatzszenario abgearbeitet und in der folgenden Besprechung ließen alle die Übung noch einmal Revue passieren. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Benedikt, der uns das Übungsobjekt kurzfristig angeboten und zur Verfügung gestellt hat.

Offenes Gewässer mit Hindernissen 768 1024 Kirchhorst

Offenes Gewässer mit Hindernissen

Heute wollten wir uns im Übungsdienst mit der Löschwasserentnahme aus einem offenen Gewässer beschäftigen. Womit wir alle gerechnet hatten, war, unsere Tragkraftspritzen mit ihren jeweils 190 kg und das andere Material über die lange Strecke vom Fahrzeugabstellplatz zu Fuß über die Liegewiese zum Steg am Kirchhorster See zu schleppen, wie wir das schon des öfteren gemacht haben. Da ist man dann schon durchgeschwitzt, bevor die Pumpen überhaupt laufen.

Entsprechend verwundert waren alle, als die Gruppenführer die Fahrzeuge an der Hannoverschen Straße in Höhe des Sees abstellten und uns absitzen ließen. Unsere Aufgabe war dann, die Pumpen irgendwie über die steile Böschung hinab sicher an das Seeufer zu bekommen. Beide Gruppen haben die Aufgabe unabhängig voneinander praktisch gleich gelöst: zwei Steckleitern rechts und links für unseren Auf-/Abstieg, dazwischen rutschte die Pumpe mit ihren Kufen auf dem lockeren Boden, von oben und unten mit Leinen gesichert, gebremst und gezogen, die Böschung hinab. Am Wasser wurden die Steckleitern zur Stütze für die 6 Saugschläuche schnell vertäut. Über jeweils etwa 5 B-Längen, also 100m, haben wir dann das Wasser bewegt und ein Stück weiter am Seeufer wieder in den See mit B-Strahlrohren abgegeben. Dabei konnten die alten Hasen den jungen Kameraden mal zeigen und üben, wie ein solches Strahlrohr bei bis zu 10 bar Druck kräfteschonend gehalten und geführt werden muss, um auch längere Zeit zum Beispiel eine Riegelstellung zu halten. Alles eine Frage der Technik! Auch der längere Betrieb der Tragkraftspritze war für die Gerätewarte als Überprüfung wichtig und die neuen Kameraden spannend.

Zum Glück war dann das Seeufer „auf einmal“ doch für die Fahrzeuge befahrbar, und wir konnten das Material wieder verstauen, ohne es den Abhang wieder hinauf zu ziehen, und dann einrücken. Nach einer kurzen Abschlussbesprechung in Stelle mit viel Lob von den Gruppenführern wurden die Fahrzeuge wieder einsatzklar gemacht, bis gegen 22 Uhr der Dienst beendet wurde.

Die Brandmeldeanlage – Dein unbekannter Freund und Helfer 461 1024 Kirchhorst

Die Brandmeldeanlage – Dein unbekannter Freund und Helfer

Brandmeldeanlagen in großen und unübersichtlichen Industrie- und Gewerbeimmobilien erleichtern der Feuerwehr das Leben ungemein. Wenn sie funktionieren und man weiß, wie man sie bedienen und auslesen muss. Gerade weil wir aber nicht jede Woche zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage gerufen werden, ist für die Gruppenführer und Einsatzleiter regelmäßiges Training wichtig. Sollten diese tagsüber aber einmal nicht zum Einsatz verfügbar sein, muss auch jede Einsatzkraft in Grundzügen wissen, wie eine Brandmeldeanlage funktioniert.


Zu solch einem Training waren die Steller und Kirchhorster Einsatzkräfte im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Isernhagen HB zu Gast. Die HBer Kameraden haben sich in den Mannschaftsraum eine Übungs-Brandmeldeanlage eingebaut. Diese besteht aus sämtlichen Originalteilen wie z.B. dem Feuerwehranzeigetableau, dem Feuerwehrbedienfeld, einem Schlüsseltresor, Feuerwehrlaufkarten und unterschiedlich funktionierenden Meldertypen, die mit der Brandmeldeanlage gekoppelt sind. Einzige Unterschiede: Die Auslösung der Melder erfolgt per Knopfdruck und nicht per Feuer. Und die Anlage ist nicht mit der Einsatzleitstelle verbunden, die bei einer echten Anlage nach der Brandmeldung die Alarmierung der zuständigen Feuerwehr übernehmen würde.

Am Dienstag erläuterte uns der HBer Ortsbrandmeister Tobias zunächst einmal die Aufgaben und Funktionsweisen der unterschiedlichen Komponenten einer Standard-Brandmeldeanlage. Nach welchen Funktionsprinzipien arbeiten Melder? Warum gibt es mit Wasser aber auch mit Luft gefüllte Sprinkleranlagen? Was sind die Vor- und Nachteile von aktiven und passiven Meldern? Alle Fragen der Einsatzkräfte konnte Tobias beantworten und anhand praktischer Beispiele anschaulich erläutern. Danach spielten wir die Abarbeitung einer Brandmeldeanlagen-Alarmierung durch, vom Eintreffen am Feuerwehrschlüsseldepot (Wie öffne ich es und was tue ich, wenn es nicht automatisch geöffnet wurde?) über das Auslesen des Feuerwehranzeigetableaus, das Auffinden der richtigen Feuerwehrlaufkarte, Tipps und Tricks bei der Kontrolle des ausgelösten Melders bis zur erneuten Aktivierung der Brandmeldeanlage oder der Übergabe der nicht aktivierten, weil z.B. defekten, Anlage an den Betreiber. Und am Ende nicht vergessen, das Feuerwehrschlüsseldepot wieder korrekt zu schließen, da sich sonst die Anlage nicht aktivieren lässt.


Bei mehr als 10 Unternehmen mit Brandmeldeanlage, die wir in den Kirchhorster Gewerbegebieten betreuen, war dies ein sinnvoller theoretischer Dienst, der allen Einsatzkräften neue Erkenntnisse über den Umgang mit Brandmeldeanlagen gebracht hat. Dass die regelmäßige Beschäftigung mit diesen Anlagen nicht nur sinnvoll, sondern auch wichtig ist, zeigt die Tatsache, dass wir Kirchhorster Brandschützer im vergangenen Jahr bei insgesamt 34 Einsätzen zu 7 ausgelösten Brandmeldeanlagen gerufen wurden (21%). Im aktuellen Jahr sind es bereits drei Alarmierungen gewesen.

Du hast Fragen zu diesem Artikel oder unseren Übungsdiensten? Dann schreibe uns über diese Mailadresse: ortsbrandmeister@feuerwehr-kirchhorst-stelle.de

Kellerbrand Schulweg 3 1024 768 Kirchhorst

Kellerbrand Schulweg 3

Am vergangenen Dienstag, 19:15h erreichte die Feuerwehren Kirchhorst und Stelle die folgende Alarmierung: „Kellerbrand Schulweg 3, vermisste Personen im Gebäude“. Glücklicherweise war dies nur das Szenario, das sich die Gruppenführer für den heutigen Übungsdienst ausgedacht hatten, um folgende Ziele zu erreichen: Stärkung der Zusammenarbeit der Einsatzkräfte, Gewöhnung an die Einsatzfahrzeuge und Gerätschaften der anderen Feuerwehr, Praxistraining für die Atemschutzgeräteträger, Vermittlung von Inhalten der Truppmann 1-Ausbildung an die neuen Mitglieder der Einsatzabteilung, die in diesem Jahr ihre Grundausbildung erhalten werden.
Daher war es folgerichtig, dass die Steller Ortsbrandmeisterin Sandra als Gruppenführerin auf dem Kirchhorster LF 8 saß. Zusammen mit ihrer Gruppe erreichte sie als erste das Brandobjekt im Schulweg. Um während der Übung den Verkehr auf dem Schulweg nicht zum Erliegen zu bringen, nahmen die Einsatzfahrzeuge auf dem Parkplatz der Begegnungsstätte Aufstellung. Während sich vom Kirchhorster Fahrzeug aus die Atemschutztrupps nach Sandras Ersterkundung für die Menschenrettung und Brandbekämpfung im Keller bereit machten, übernahm Timo mit der Besatzung des Steller LF10 die Herstellung der Wasserversorgung. Mit der Haspel konnte bequem die Schlauchstrecke bis zum Hydranten auf dem Schulhof verlegt werden. Bis dies erfolgt war, „pufferte“ der Wassertank des Löschgruppenfahrzeugs den Wasserbedarf des vorgehenden Angriffstrupps ab. Jörn und Peter standen zu dieser Zeit bereits als Sicherheitstrupp am Verteiler bereit. Die Angriffstrupps konnten die Kellertür schnell öffnen und in die Räume eindringen. Innerhalb kurzer Zeit waren sowohl die vermissten „Personen“ gefunden, als auch das simulierte Feuer erfolgreich bekämpft.

Mein Erfolgserlebnis beim letzten Übungsdienst… 1024 461 Kirchhorst

Mein Erfolgserlebnis beim letzten Übungsdienst…

… war die Erkenntnis, dass ich mit einem „doppelt gelegten“ Mastwurf sogar Wasserkanister oder andere ähnlich sperrige Gerätschaften aus dem Erdgeschoss in höhere Stockwerke transportieren kann. Aber der Reihe nach.

Feuerwehrhaus Kirchhorst, Dienstagabend um 19.00h. Die aktiven Einsatzkräfte der Feuerwehren Stelle und Kirchhorst waren zum gemeinsamen Übungsdienst angetreten. Thema für die nächsten zwei Stunden sollten „Knoten und Stiche“ werden. Gerätewart Peter, der auch für die Gemeindefeuerwehr im Bereich Absturzsicherung ausbildet, wollte uns mal wieder die Grundlagen der für den Feuerwehrdienst notwendigen Knoten näherbringen. Für meinen Teil kann ich nur sagen, dass er dieses Ziel gestern Abend eindrucksvoll erreicht hat. Peter und die Gruppenführer Sönke, Timo und Sven hatten in der Fahrzeughalle und auf dem Dachboden des Feuerwehrhauses einen Stationsparcours mit verschiedenen Schwierigkeiten aus dem normalen Feuerwehralltag aufgebaut: Hochziehen von Lasten, Sicherung einer Saugleitung vor dem zu-Wasser-lassen, Eigensicherung beim Arbeiten auf der Steckleiter und Anbringen des Rettungsbunds. Bei der fünften Station wurde es insbesondere für die Atemschutzgeräteträger interessant: Selbstrettung aus Obergeschossen über die Feuerwehrhalteleine und das am Atemschutzgerät befestigte Seil-/ Karabinersystem.

   

Die anwesenden 28 Feuerwehrfrauen und -männer teilten sich in 4 Gruppen auf und los ging der Übungsdienst. Während die „alten Hasen“ ihre Stärken beim Mastwurf hatten, konnten die jungen Kameradinnen und Kameraden, deren Jugendfeuerwehrzeit und die Truppmann(grund-)ausbildung noch nicht so lange her sind, mit Pfahlstich und Zimmermannsstich überzeugen. Alle Gruppen arbeiteten die Aufgaben der Stationen ab und kamen dabei gemeinsam und mit den Ausbildern ins Fachsimpeln – das Ergebnis war eine tolle Wissensweitergabe und Teamleistung. Strahlrohre mit und ohne verbundenem Schlauch wie auch die bereits erwähnten Kanister wurden vor dem Feuerwehrhaus in die Höhe befördert, gesichert zum Beispiel durch den einfachen oder doppelt gelegten Mastwurf. Auch die Saugleitung, die die Teams anleinten, wären uns nicht im Kirchhorster See verloren gegangen. Alle Knoten am Saugkorb sowie die Halbschläge um die Saugschläuche saßen sicher.

Auf dem Dachboden ging es um den Rettungsbund und um das Selbstretten. Während der Rettungsbund zur Sicherung einer zu rettenden Person vor der Leiternutzung gebraucht wird um einen Absturz zu verhindern, mussten die Atemschutzgeräteträger sich selber über einen simulierten steilen Abstieg entlang unserer Treppe in das Erdgeschoss „abseilen“. Sven erläuterte den Atemschutzgeräteträgern den Gebrauch des Seil-/ Karabinersystems und des HMS-Knoten, um einen gebremsten und kontrollierten Abgang zu ermöglichen. Die meisten Kameraden probierten das korrekte Vorgehen zum Selbstretten gleich mal selber aus – alle kamen gesund im Erdgeschoss an! Der Rettungsbund wird mit dem Pfahlstich vor der Brust gesichert. Am Ende des Übungsdiensts hatten die Einsatzkräfte auch diesen Knoten wieder sicher „drauf“.