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Dekontaminationsübung an einer Biogasanlage 577 1024 Thorsten Kath

Dekontaminationsübung an einer Biogasanlage

Am vergangenen Übungsdienst trafen sich rund 60 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Kirchhorst-Stelle und Kaltenweide zu einer gemeinsamen Ausbildung in Kaltenweide. Solche standortübergreifenden Übungen sind ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehrarbeit, da größere Einsatzlagen häufig nur gemeinsam und mit abgestimmten Abläufen bewältigt werden können.

Der Übungsdienst wurde von Tobias Seifert von der Ortsfeuerwehr Kaltenweide unter Mitwirkung von Sönke Seißelberg aus Kirchhorst-Stelle vorbereitet und ausgearbeitet. Ziel der Übung war es, den Aufbau und Betrieb einer Dekontaminationsstrecke realitätsnah zu trainieren.


Die Übungslage: Unfall in einer Biogasanlage

Ausgangslage der Übung war ein angenommener Brandeinsatz in einer Biogasanlage. Mehrere Mitarbeiter befanden sich im Gefahrenbereich des Feuers und mussten zunächst von Einsatzkräften der Ortsfeuerwehr Godshorn gerettet werden.

Während der Rettungsmaßnahmen stellte sich jedoch heraus, dass sowohl die Einsatzkräfte als auch die geretteten Personen mit gefährlichen Stoffen kontaminiert worden waren. Dadurch entstand eine neue Einsatzlage für die nachrückenden Kräfte.

Die Aufgabe der Ortsfeuerwehren Kaltenweide und Kirchhorst-Stelle bestand darin, eine Dekontaminationsstrecke aufzubauen und die betroffenen Personen fachgerecht zu dekontaminieren.

Dekontamination bei der Feuerwehr – Schutz für Menschen und Einsatzkräfte

Bei Einsätzen mit Gefahrstoffen ist die Dekontamination (Dekon) ein entscheidender Bestandteil der Gefahrenabwehr. Ziel ist es, gefährliche Stoffe von Personen, Kleidung oder Ausrüstung zu entfernen, um eine weitere Ausbreitung der Kontamination zu verhindern.

Dazu wird eine strukturierte Dekontaminationsstrecke aufgebaut. In dieser durchlaufen die betroffenen Personen mehrere Stationen, beispielsweise:

  • Ablegen kontaminierter Schutzkleidung

  • Grobreinigung und Spülung mit Wasser

  • gründliche Reinigung der Einsatzkräfte oder Betroffenen

  • medizinische Sichtung und Betreuung

Gerade für Feuerwehrkräfte, die zuvor unter Atemschutz im Gefahrenbereich eingesetzt waren, ist eine sorgfältige Dekontamination besonders wichtig, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.

Gefahren in Biogasanlagen

Biogasanlagen spielen eine wichtige Rolle bei der Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen. Dennoch können bei Störungen oder Unfällen verschiedene Gefahren auftreten, die einen Feuerwehreinsatz erforderlich machen.

Zu den möglichen Risiken gehören unter anderem:

  • Methan, ein hochentzündliches Gas, das explosionsfähige Gemische bilden kann

  • Schwefelwasserstoff (H₂S), ein hochgiftiges Gas, das bereits in kleinen Mengen gefährlich ist

  • kontaminierte Gärreste oder Flüssigkeiten

  • technische Anlagenbereiche mit chemischen oder biologischen Gefahren

Solche Szenarien machen deutlich, wie wichtig es ist, dass Feuerwehrkräfte regelmäßig den Umgang mit Gefahrstoffen und Dekontaminationsmaßnahmen trainieren.

Erfolgreiche Zusammenarbeit der Ortsfeuerwehren

Während der Übung arbeiteten die Einsatzkräfte beider Ortsfeuerwehren eng zusammen und konnten die Dekontaminationsstrecke zügig und strukturiert aufbauen. Neben der praktischen Ausbildung stand vor allem die Zusammenarbeit zwischen den Einheiten im Fokus.

Solche gemeinsamen Übungen stärken die Einsatzbereitschaft und sorgen dafür, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

Kameradschaftlicher Ausklang im Gerätehaus Kaltenweide

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Übung klang der Abend im Gerätehaus Kaltenweide in kameradschaftlicher Runde aus. Bei Bratwurst und einem Getränk nutzten die Einsatzkräfte die Gelegenheit zum Austausch über die Übung.

Ein besonderer Dank gilt dem Betreiber der Biogasanlage, der die Feuerwehrkräfte während des Übungsdienstes mit Getränken versorgt hat.

Objektkunde mit Sönke 461 1024 Thorsten Kath

Objektkunde mit Sönke

Der Dienstabend zum Thema Objektkunde war in zwei aufeinander abgestimmte Teile gegliedert. Ziel war es, das Verständnis für Gebäude mit besonderen brandschutztechnischen Einrichtungen zu vertiefen und das sichere Orientieren im Objekt zu trainieren.


Teil 1: Theorie – Arbeiten mit Feuerwehrplänen

Im ersten Abschnitt stand die Theorie rund um Feuerwehrpläne im Mittelpunkt.

Ein Feuerwehrplan ist eine speziell für die Feuerwehr erstellte Planunterlage eines Gebäudes – insbesondere bei Objekten mit Brandmeldeanlage (BMA). Er dient der schnellen Orientierung im Einsatzfall und ist in der Regel am Feuerwehr-Informationszentrum (FIZ) oder in unmittelbarer Nähe der Brandmeldezentrale hinterlegt.

Ein Feuerwehrplan enthält unter anderem:

  • Übersichtspläne des gesamten Gebäudes

  • Geschosspläne mit Raumbezeichnungen

  • Kennzeichnung von Brandabschnitten und Rettungswegen

  • Lage von Wandhydranten, Steigleitungen und Löschwassereinspeisungen

  • Standorte von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen (RWA)

  • Gefahrenhinweise (z. B. besondere Stoffe oder technische Anlagen)

  • Kennzeichnung der ausgelösten Meldergruppe bei einer BMA

Besonders bei automatischen Brandmeldealarmen ist der Feuerwehrplan ein zentrales Hilfsmittel. Er ermöglicht es, die betroffene Meldergruppe schnell zu lokalisieren, Angriffswege festzulegen und taktische Entscheidungen fundiert zu treffen.

Im theoretischen Teil wurde das systematische Lesen der Pläne geübt:
Wie finde ich den ausgelösten Melder?
Wo verlaufen die Rettungswege?
Welche Besonderheiten weist das Gebäude auf?

So wurde deutlich, wie wichtig ein sicherer Umgang mit diesen Unterlagen für einen strukturierten Einsatzablauf ist.


🚸 Teil 2: Praxis – Begehung von Kindergarten und Grundschule

Im zweiten Teil des Dienstes konnten wir die theoretischen Inhalte direkt anwenden. Bei einer Begehung von Kindergarten und Grundschule wurden die Feuerwehrpläne mit der Realität abgeglichen.

Dabei standen folgende Aspekte im Fokus:

  • Orientierung im Gebäude anhand der Geschosspläne

  • Überprüfung von Rettungs- und Fluchtwegen

  • Lage und Zugänglichkeit von Feuerlöschern und Wandhydranten

  • Zufahrten und Aufstellflächen für Einsatzfahrzeuge

  • Besondere Gefahrenquellen oder bauliche Besonderheiten

Gerade bei Einrichtungen mit vielen Kindern ist eine gute Objektkenntnis entscheidend. Kurze Wege, klare Struktur und schnelles Handeln können im Ernstfall wertvolle Zeit sparen.

Die Begehung bot zudem die Möglichkeit, Fragen direkt im Objekt zu klären und mögliche Herausforderungen – wie verwinkelte Flure, Nebeneingänge oder unterschiedliche Gebäudeteile – bewusst wahrzunehmen.


Fazit

Der Dienst hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die Kombination aus Theorie und Praxis ist. Feuerwehrpläne sind kein „Papier für den Ordner“, sondern ein wesentliches taktisches Einsatzmittel.

Durch die anschließende Objektbegehung konnten wir unser Wissen festigen und die Sicherheit im Umgang mit komplexeren Gebäuden weiter erhöhen.

So sind wir auch bei Einsätzen in öffentlichen Einrichtungen bestmöglich vorbereitet.

Sonderdienst der Atemschutzgeräterräger 1024 771 Thorsten Kath

Sonderdienst der Atemschutzgeräterräger

Im Rahmen eines Sonderdienstes trafen sich unsere Atemschutzgeräteträger zu einer dreiteiligen Stationsausbildung. Ziel des Abends war es, zentrale Abläufe unter Atemschutz gezielt zu trainieren und dabei insbesondere Zeit, Sicherheit und Routine in den Fokus zu stellen.

Ausrüsten während der Alarmfahrt

Ein Schwerpunkt lag auf dem sicheren und zügigen Ausrüsten während der Alarmfahrt. Unter realitätsnahen Bedingungen wurde das Anlegen der persönlichen Schutzausrüstung inklusive Atemschutzgerät trainiert.

Dabei wurden insbesondere folgende Punkte vertieft:

  • Vollständiges Anlegen der Schutzkleidung nach FwDV 7

  • Funktionskontrolle des Pressluftatmers

  • Kontrolle von Flaschendruck und Dichtheit

  • Richtiger Sitz von Maske und Lungenautomat

  • Partnerschaftliche Kontrolle im Trupp

Gerade das strukturierte Vorgehen im Fahrzeug ist entscheidend, um am Einsatzort unmittelbar einsatzbereit zu sein. Gleichzeitig gilt: Sicherheit geht vor Geschwindigkeit. Deshalb wurde bewusst Wert auf saubere Abläufe und gegenseitige Kontrolle gelegt.

Aufbau des Löschangriffs

An der zweiten Station stand der schnelle und sichere Aufbau eines Löschangriffs im Mittelpunkt. Vom Verteiler setzen über das Vornehmen der Angriffsleitung bis hin zur Kommunikation mit dem Gruppenführer wurden die einzelnen Schritte wiederholt und gefestigt.

Trainiert wurden unter anderem:

  • Setzen des Verteilers und Aufbau der Wasserversorgung

  • Richtiges Schlauchmanagement zur Vermeidung von Schlauchsalat

  • Vorgehen als Angriffstrupp unter Atemschutz

  • Klare Funk- und Handzeichenkommunikation

Besonderes Augenmerk lag auf dem Zusammenspiel zwischen Wassertrupp, Angriffstrupp und Gruppenführung. Nur wenn jeder Handgriff sitzt, kann im Ernstfall schnell und effektiv geholfen werden.

Wiederholung und Ablaufsicherheit

In der dritten Station wurden die zuvor trainierten Inhalte kombiniert. Hier ging es darum, die Abläufe unter leichtem Zeitdruck als Gesamtszenario durchzuführen – vom Ausrüsten bis zum einsatzbereiten Strahlrohr.

Dabei zeigte sich deutlich, wie wichtig regelmäßige Wiederholung ist: Routine schafft Sicherheit – und Sicherheit schützt uns im Einsatz.

Fazit

Der Sonderdienst hat einmal mehr verdeutlicht, wie anspruchsvoll der Einsatz unter Atemschutz ist. Neben körperlicher Belastbarkeit sind vor allem strukturierte Abläufe, gegenseitige Kontrolle und Teamarbeit entscheidend.

Ein großes Dankeschön an die Ausbilder für die Vorbereitung dieses intensiven und praxisnahen Dienstes. So stellen wir sicher, dass unsere Atemschutzgeräteträger auch in herausfordernden Einsatzlagen professionell und sicher handeln können.

Technik der Fahrzeuge 575 1024 Thorsten Kath

Technik der Fahrzeuge

Beim dritten Dienstabend stand die Technik unserer Großfahrzeuge im Mittelpunkt. Ziel war es, die Gerätekunde zu vertiefen und das sichere Entnehmen sowie das korrekte Verstauen der Ausrüstung praxisnah zu trainieren.

Die Gruppenführer teilten die Mannschaft in vier Gruppen ein. Für jede Gruppe wurden jeweils zwölf farbige Post-its in den Geräteräumen der Fahrzeuge verteilt. Die kleinen Zettel waren direkt an verschiedenen Gerätschaften versteckt – allerdings so platziert, dass die entsprechenden Geräte zunächst aus dem Fahrzeug entnommen werden mussten.

Damit war klar: Nur wer genau wusste, wo sich welches Material befindet und wie es richtig verlastet wird, konnte die Aufgabe erfolgreich bewältigen.

🔍 Lernen durch Anfassen

Die Übung hatte gleich mehrere Effekte:

  • Jedes Gruppenmitglied musste sich aktiv mit unterschiedlichen Geräten aus allen Fahrzeugen beschäftigen.

  • Das sichere Herausnehmen und vor allem das korrekte Wiederverlasten wurde intensiv geübt.

  • Teamarbeit und Kommunikation innerhalb der Gruppen waren entscheidend.

Gerade das ordnungsgemäße Verstauen der Gerätschaften ist im Einsatzfall von großer Bedeutung – nur wenn alles an seinem Platz ist, können wir im Ernstfall schnell und effizient arbeiten.

🧩 Puzzle mit Teamgeist

Am Ende des Dienstes konnten die gesammelten Post-its genutzt werden, um gemeinsam ein Puzzle zu vervollständigen. Dieser spielerische Abschluss sorgte nicht nur für zusätzliche Motivation, sondern zeigte auch, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert hat.

Alle Gruppen waren mit großer Freude und Engagement dabei – ein rundum gelungener Dienstabend, der Technik, Teamarbeit und Spaß optimal miteinander verbunden hat.

So bleiben wir auch technisch jederzeit einsatzbereit.

Erste Hilfe mit Johannes 576 1024 Thorsten Kath

Erste Hilfe mit Johannes

Mit dem zweiten Dienstabend des Jahres stand bei uns ein besonders wichtiges Thema auf dem Plan: Erste Hilfe. Unter der Leitung von Johannes wurde der Abend praxisnah, intensiv und bewusst realitätsnah gestaltet – mit dem Ziel, Handlungssicherheit auch unter Stress zu trainieren.

Im ersten Abschnitt wurde eine Staffel aus dem Schulungsraum gebeten – ohne weitere Informationen. Kurz darauf fanden sich die Kameradinnen und Kameraden in einer vorbereiteten Lage mit mehreren „Verletzten“ wieder, die es zu versorgen galt.
Um die Situation möglichst realistisch zu gestalten, lief im Hintergrund laute Musik, die für zusätzlichen Stress sorgte. Zudem spielte eine Kameradin eine aufgebrachte Angehörige, die die Maßnahmen störte und immer wieder das Gespräch suchte.
Diese bewusst eingebauten äußeren Einflüsse machten schnell deutlich, wie sehr Lärm, emotionale Beteiligte und Zeitdruck unsere Konzentration beeinflussen können. Gleichzeitig zeigte sich, wie wichtig klare Kommunikation, strukturierte Abläufe und ein ruhiges Auftreten sind, um auch in unübersichtlichen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Im zweiten Teil des Dienstes widmeten wir uns intensiv der Herzdruckmassage. An modernen Übungspuppen konnten alle Teilnehmenden die korrekte Technik trainieren.
Über eine Grafik, die per Beamer übertragen wurde, erhielten wir in Echtzeit Rückmeldung zur Qualität der durchgeführten Kompressionen. Diese direkte visuelle Kontrolle machte deutlich, wie anspruchsvoll eine effektive Reanimation ist und wie wichtig regelmäßiges Training bleibt.
So konnte jeder für sich die eigene Technik überprüfen und gezielt verbessern.
Zum Abschluss übten wir das fachgerechte Anlegen eines Druckverbandes. Gerade bei stark blutenden Verletzungen zählt jede Sekunde – daher ist ein sicherer und routinierter Umgang mit Verbandmaterial entscheidend.
In praktischen Übungen wurde das Anlegen Schritt für Schritt trainiert, bis jeder Handgriff saß.

Der Dienstabend zeigte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßige und realitätsnahe Ausbildung ist. Erste Hilfe bedeutet mehr als nur Theorie – sie erfordert Ruhe, Teamarbeit und sicheres Handeln auch unter erschwerten Bedingungen.
Ein herzlicher Dank gilt Johannes für die intensive Vorbereitung und die praxisnahe Durchführung dieses lehrreichen Abends.
Gemeinsam sorgen wir dafür, im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.

Stationsausbildung Technische Hilfeleistung 768 1024 Thorsten Kath

Stationsausbildung Technische Hilfeleistung

Stationsausbildung: Technische Hilfeleistung unter Zeitdruck

Am vergangenen Dienstabend stand bei uns die Technische Hilfeleistung im Mittelpunkt – diesmal als Stationsausbildung mit klarem Fokus auf Teamwork, Geschicklichkeit und schnelles, strukturiertes Arbeiten.
Gruppenführerin Sandra sowie Sven und Justin hatten drei praktische Aufgaben vorbereitet, die alle anwesenden Kameradinnen und Kameraden in drei Gruppen durchliefen. Jede Station musste unter Zeitdruck bewältigt werden – ein realistisches Training ganz nah an der Einsatzpraxis.

1. Station: Geschicklichkeitsübung mit dem Spreizer

Betreuung: Sandra

In dieser Übung war Feingefühl gefragt: Mit dem hydraulischen Spreizer mussten innerhalb einer Minute möglichst viele Tischtennisbälle aus einem Eimer aufgenommen und unbeschädigt in einen zweiten Eimer abgelegt werden.
Eine Aufgabe, die zeigt, wie präzise moderne Rettungsgeräte bedient werden müssen – besonders bei realen Verkehrsunfällen, wenn es auf Millimeter ankommt.

2. Station: Person unter Anhänger eingeklemmt

Betreuung: Sven

Ein Dummy simulierte eine eingeklemmte Person unter einem Anhänger.
Den Gruppen standen alle Geräte des LF 8 zur Verfügung – mit Ausnahme des Rettungssatzes.
Ziel war es, ausschließlich mit mechanischen und einfachen technischen Mitteln eine sichere Rettung durchzuführen.

  • Der Anhänger wurde mit STAB-Packs fachgerecht unterbaut.

  • Mit einem Wagenheber wurde das Fahrzeug angehoben.

  • Anschließend konnte der Dummy schonend befreit werden.

Diese Aufgabe forderte taktisches Vorgehen, eine klare Rollenverteilung und ständige Kommunikation – wie im Einsatz.


3. Station: Türöffnungssimulator

Betreuung: Justin

Am metallenen Türöffnungssimulator wartete ein Szenario, das uns auch im Alltag immer wieder begegnet: eine verschlossene Tür, gesichert durch Holzriegel.
Mit dem Halligan Tool mussten verschiedene Hebel- und Öffnungstechniken angewendet werden – und das auf Zeit.

Die Ergebnisse reichten von 29 Sekunden bis hin zu rund fünf Minuten.
Eine perfekte Übung, um Routine und Gefühl für Material, Werkzeug und Technik zu entwickeln.

Fazit: Ausbildung, die Spaß macht – und im Einsatz Leben rettet

Alle drei Stationen verbanden realistische Einsatzlagen mit dem nötigen Zeitdruck und viel praktischer Herausforderung. Die Resonanz war durchweg positiv, und jeder konnte wertvolle Erfahrungen für kommende Einsätze mitnehmen.

Werde Teil unseres Teams!

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Dann komm zu uns in den aktiven Dienst!
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Vegetationsbrandbekämpfung unter realen Bedingungen 1024 577 Thorsten Kath

Vegetationsbrandbekämpfung unter realen Bedingungen

Nach einer theoretischen Einführung vor zwei Wochen stand an diesem Wochenende das Praxistraining zur Vegetationsbrandbekämpfung auf dem Ausbildungsplan. Gruppenführer Timo hatte den Dienst vorbereitet und für realistische Bedingungen gesorgt: Auf einem ungenutzten Feld nahe des Sportplatzes am Krümpelweg wurde Stroh ausgelegt, um den Ablauf eines Feldbrandes möglichst wirklichkeitsnah nachzustellen. Selbstverständlich waren alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um ein Übergreifen auf angrenzende Flächen zu verhindern.

Nachdem die Löschrucksäcke gefüllt waren, entzündete Ortsbrandmeister Sönke das Stroh. Zunächst durfte das Feuer frei laufen, damit sich eine realistische Rauch- und Hitzeentwicklung ergab. Schon ein vergleichsweise kleines Feuer beeindruckte durch die Intensität der Flammen und die spürbare Wärme. (Die Regionsleitstelle war über die Übung selbstverständlich informiert.)

Dann begann der Praxisteil:

  • Mit Feuerpatschen übten die Einsatzkräfte den richtigen Umgang. Denn wer die Patsche falsch einsetzt, kann das Feuer ungewollt sogar weiter anfachen.

  • Mit den Löschrucksäcken galt es, die Wirksamkeit des Wassereinsatzes einzuschätzen – und zu erleben, wie körperlich fordernd die Arbeit unter Hitzeeinfluss sein kann.

Zum Abschluss rückten die Großfahrzeuge an:

  • Das LF10 wurde im sogenannten Pump & Roll-Betrieb eingesetzt. Zwei Kameraden gingen mit Druckschläuchen vor, während sich das Fahrzeug mit Schrittgeschwindigkeit über das Feld bewegte.

  • Das TLF 4000 nutzte seinen Frontwerfer, um größere Flächen schnell abzulöschen. Zum Schluss kam die Selbstschutzeinrichtung des Fahrzeugs zum Einsatz: Über spezielle Bodendüsen wurde Wasser abgegeben, um letzte Glutnester zu beseitigen und den Boden zu durchfeuchten.

Nach gut einer Stunde war das Training beendet. Zurück im Standort wurden Fahrzeuge und Geräte gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht.

Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig praktische Erfahrung im Umgang mit Feuerpatschen und Löschrucksäcken ist – und wie effektiv die Kombination aus Handarbeit und Technik bei der Vegetationsbrandbekämpfung sein kann.

Maschinistenausbildung in der Praxis: Allrad, Sicherheit und Teamarbeit 1024 577 Thorsten Kath

Maschinistenausbildung in der Praxis: Allrad, Sicherheit und Teamarbeit

An den letzten beiden Dienstagabenden stand für die Maschinisten ein praxisnaher Übungsdienst auf dem Dienstplan. Im Mittelpunkt: das sichere Bewegen von Löschfahrzeugen auf schwierigem Untergrund sowie das korrekte Rangieren mit Einweiser – zwei Themen, die im Einsatzfall über Zeit, Sicherheit und Material entscheiden können.

Allradantrieb und Differenzialsperre auf dem Prüfstand

Der erste Teil des Abends fand auf einem abgemähten Feld am Ortsrand statt. Hier wurde intensiv das Fahren auf nicht befestigtem Untergrund trainiert. Unter Anleitung der Ausbilder probierten die Maschinisten gezielt das Zuschalten des Allradantriebs sowie die Funktion der Differenzialsperre aus. Besonders im Fokus: das richtige Einschätzen der Bodenverhältnisse und das bewusste Verhalten bei drohender Fahrzeugeinsackung oder Durchdrehen der Räder. Gerade bei weichem Boden oder Gefälle ist es wichtig, frühzeitig zu reagieren und das Fahrzeug nicht durch hektisches Gegenlenken oder Beschleunigen zu gefährden.

Präzision auf engem Raum: Rückwärts mit Einweiser

Der zweite Dienst wurde auf den asphaltierten Parkplatz des Blumenhofs durchgeführt. Hier stand das Rangieren auf engem Raum im Vordergrund – insbesondere das Rückwärtsfahren mit Einweiser. Ohne Funkgerät, nur mit klarer, sichtbarer Zeichengebung wurden verschiedene Rangiersituationen geübt, darunter u.a. das Rückwärtsrangieren entlang einer Schlangenlinie.

Ein besonderer Wert wurde dabei auf die Kommunikation zwischen Maschinist und Einweiser gelegt.

Arbeitssicherheit als Fundament

Begleitend zum Praxisteil wurden auch wichtige Aspekte der Arbeitssicherheit behandelt. In einem kurzen Theorieteil ging es um das sichere Ein- und Aussteigen, den Umgang mit Trittstufen bei Regen oder Dunkelheit sowie das Beachten des toten Winkels – insbesondere bei beengten Straßenverhältnissen.

Fazit

Der Übungsabend bot eine gelungene Kombination aus Theorie und Praxis und wurde von den Teilnehmern sehr positiv aufgenommen. Gerade für neue Maschinisten, aber auch für erfahrene Fahrer war die Gelegenheit, unter realitätsnahen Bedingungen zu trainieren, ein wichtiger Baustein in der Fortbildung.

Trauer um Helmut Weiser 1024 1024 Thorsten Kath

Trauer um Helmut Weiser

Die Ortsfeuerwehr Kirchhorst-Stelle trauert um Ihren Ehrenortsbrandmeister Helmut Weiser, der am 11.06.2025 im Alter von 90 Jahren verstorben ist.
Helmut Weiser trat am 18. Januar 1959 in die Ortsfeuerwehr Kirchhorst ein und widmete einen Großteil seines Lebens dem Dienst am Nächsten. 1975 wurde er zum stellvertretenden Ortsbrandmeister ernannt und übernahm 1988 das Amt des Ortsbrandmeisters, das er mit großem Engagement bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst ausübte.
Helmut Weiser hat die Entwicklung unserer Feuerwehr über Jahrzehnte hinweg maßgeblich geprägt. Mit seiner Erfahrung, Weitsicht und Führungsstärke legte er wichtige Grundsteine für die heutige Ortsfeuerwehr Kirchhorst-Stelle.
Wir verlieren mit ihm nicht nur einen verdienten Feuerwehrmann, sondern auch einen geschätzten Kameraden und Menschen. Wir werden sein Andenken und Vermächtnis in Ehren halten.
Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl gelten in diesen schweren Stunden seiner Familie.
In tiefer Trauer
die Kameradinnen und Kameraden
der Ortsfeuerwehr Kirchhorst-Stelle
Praxis trifft Theorie: Übung zur technischen Hilfeleistung an verunfalltem PKW 577 1024 Thorsten Kath

Praxis trifft Theorie: Übung zur technischen Hilfeleistung an verunfalltem PKW

Nach dem intensiven Theorieteil in der vergangenen Wochen und einer ebenso lehrreichen Praxiseinheit mit Regionsausbilder Stefan Karsten stand nun der nächste Schritt auf dem Ausbildungsplan unserer Einsatzkräfte: die eigenständige Anwendung des Gelernten – unter realitätsnahen Bedingungen.

An einem weiteren verunfallten PKW hatten unsere Kameradinnen und Kameraden die Möglichkeit, ihre Kenntnisse im Bereich der technischen Hilfeleistung zu vertiefen. Ziel war es, die zuvor erarbeiteten Vorgehensweisen in einem praxisnahen Szenario gezielt anzuwenden und dabei wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Ein Teil der Gruppe übernahm die fachgerechte Unterbauung des Fahrzeugs und bereitete die patientenschonende Rettung des Fahrers vor. Dabei kam die sogenannte „3. Tür“ zum Einsatz – ein bewährtes Verfahren, um möglichst zügig und zugleich schonend Zugang zum verunfallten Fahrer zu schaffen. Mit Umsicht und Präzision arbeiteten sich die Helfer zum Patienten vor und demonstrierten eindrucksvoll ihr erlerntes Wissen im Zusammenspiel von Technik, Taktik und Teamarbeit.

Parallel dazu widmete sich eine weitere Gruppe dem Thema Glasmanagement – ein oft unterschätzter, aber essenzieller Bestandteil bei Verkehrsunfällen. Hier stand der sichere und kontrollierte Umgang mit Fahrzeugscheiben im Mittelpunkt. Auch hier zeigte sich: Wer Theorie und Praxis verbindet, gewinnt Sicherheit für den Ernstfall.